Bettnässen

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    Bettnässen

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  • Tabu - eine Geschichte, wie sie das Leben schreibt

    Martina träumt von dem, was für die meisten Jugendlichen selbstverständlich ist: Ferienlager, Sportferien und vor allem ein trockenes Bett. Seit sie sich erinnern kann, passiert es der 16-Jährigen immer wieder, dass sie morgens beim Aufwachen nass ist, weil sie im Schlaf uriniert hat.

    Ihre Eltern trauen sich nicht, darüber zu reden. Sie machen sich Vorwürfe und fragen sich, was sie falsch gemacht haben. Sie glauben nämlich immer noch, psychische Probleme seien die Ursache. Windeln dienen zwar als Notlösung, mit Windeln in die Sportferien zu gehen, ist Martina allerdings zu peinlich. Da bleibt sie lieber zuhause.

    Ein Arzt könnte ihr helfen. Weil das Thema Bettnässen aber tabu ist, bekommt sie, wie viele andere betroffene Kinder, keine professionelle Hilfe.

    Das muss nicht so sein.

    Enuresis nocturna ist ein regelmäßiges nächtliches Bettnässen bei über fünfjährigen Kindern, das nicht wegen organischer Veränderungen oder Grunderkrankungen auftritt. Bis zum fünften Lebensjahr ist es allerdings völlig normal, dass Kinder sich gelegentlich einnässen.

    Bettnässen bei Kindern vor dem fünften Lebensjahr ist also keine Enuresis, denn: Erst etwa ab dem zweiten Lebensjahr lernt ein Kind, seine Blase zu kontrollieren. Wie lange es dauert, bis das Kind endgültig trocken ist, schwankt individuell stark. Von einer Enuresis spricht man aber erst, wenn sich ein Kind nach seinem fünften Geburtstag über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten regelmäßig im Schlaf einnässt.

    Wenn dabei die längste trockene Phase des Kindes nach seinem fünften Geburtstag keine sechs Monate dauerte, das Kind also nie dauerhaft trocken gewesen ist, hat es eine primäre Enuresis. Beginnt ein Kind hingegen erneut mit dem Bettnässen, nachdem es schon über sechs Monate trocken war, bezeichnet man dies als sekundäre Enuresis.

    Bettnässen bei Kindern ist weit verbreitet: Etwa ein Drittel aller 5-Jährigen hat eine Enuresis. Die Zahl der Bettnässer geht allerdings mit jedem weiteren Lebensjahr um 15 Prozent von selbst zurück, sodass sich nur noch etwa 10 Prozent der 7-Jährigen regelmäßig im Schlaf einnässen. Nur bei einem Teil der Kinder bleibt das Problem dauerhaft bestehen: Bettnässen findet sich noch bei etwa 1 Prozent der Erwachsenen (sog. adulte Enuresis).

    Bettnässen kann verschiedene Ursachen haben. Die primäre nächtliche Enuresis gilt als eine unkomplizierte Entwicklungsverzögerung. Bei der sekundären Enuresis sind oft seelische Gründe zu finden, wobei das Einnässen möglicherweise ein Zeichen für eine unbewusste Verunsicherung des Kindes ist. Andere Gründe für den ungewollten Harnabgang sind vor allem dann zu suchen, wenn ein Kind (zusätzlich oder nur) tagsüber einnässt und/oder Symptome einer Blasenfunktionsstörung zeigt (z.B. plötzlichen starken Harndrang, häufiges Wasserlassen in kleinen Mengen): In dem Fall liegt eine kindliche Harninkontinenz vor, die zum Beispiel mit Fehlbildungen des Harntrakts verbunden sein kann.

    Die unterschiedlichen Ursachen des Bettnässens können mit verschiedenen Therapien behandelt werden. Daher muss eine genaue Diagnose durch einen Arzt erstellt werden, um die richtige Therapie einsetzen zu können. Mögliche Therapieformen sind die Alarmtherapie (Spezialmatratze oder Spezialhose mit einem Feuchtigkeitsfühler, der mit einem Alarmgerät verbunden ist) oder die Behandlung mit Arzneimitteln. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten, damit Ihr Kind die optimale Therapie erhält. Wichtig ist auch, dass Sie die Therapie als Familie optimal und unterstützend begleiten können. 

  • Medikamente
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    MINIRIN® Melt Subling Tabl 60mcg
    MINIRIN® Melt Subling Tabl 120mcg
    MINIRIN® Tabl 0.1 mg
    MINIRIN® Tabl 0.2 mg
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